Muss ich meine Telefonnummer ändern, wenn ein Telefonassistent für mich abheben soll?
Nein. Ihre Nummer bleibt genau die, die auf Ihrer Visitenkarte, am Firmenauto und im Internet steht. Die Arbeit erledigt eine Rufumleitung: Sie tippen einmal einen kurzen Code in Ihr Handy, und ab dann werden Anrufe nur in den Situationen weitergeleitet, in denen Sie ohnehin nicht abheben können — etwa wenn Sie gerade beim Kunden am Werken sind oder telefonieren. Das Einrichten dauert keine zwei Minuten, kostet kein Zusatzgerät und lässt sich mit einem zweiten Code jederzeit abschalten. Die Codes funktionieren bei A1, Magenta und Drei genauso wie bei den Diskont-Anbietern, die deren Netze nutzen.
Wie eine Rufumleitung funktioniert
Die Rufumleitung ist keine App und kein Extra-Kastl, sondern eine Funktion Ihres Mobilfunknetzes — Teil des GSM-Standards, den alle Netze seit Jahrzehnten unterstützen. Sie geben einen Steuercode wie eine Telefonnummer ein, drücken die Anruftaste, das Netz bestätigt kurz am Display, dass es den Code angenommen hat. Ab dann entscheidet das Netz bei jedem Anruf automatisch: Situation eingetreten? Dann geht der Anruf an die Zielnummer weiter. Der Anrufer merkt davon nichts, er hört einfach das normale Freizeichen.
Die Arten der Umleitung — und welche Sie brauchen
Für jede Situation gibt es einen eigenen Code — und einen Sammelcode, der die drei wichtigsten auf einmal setzt. Statt „Zielnummer“ setzen Sie die Nummer ein, an die weitergeleitet werden soll. Beim Sammelcode steht „0043…“ schon für die komplette Zielnummer in internationaler Schreibweise: Sie ersetzen „0043…“ als Ganzes durch Ihre Nummer — mit 0043 am Anfang statt der führenden 0, nicht zusätzlich davor:
| Situation | Einschalten | Ausschalten |
|---|---|---|
| Alle drei unteren Fälle auf einmal (empfohlen) | **004*0043…**15# | ##002# |
| Immer (jeder Anruf sofort) | **21*Zielnummer# | ##21# |
| Sie heben nicht ab | **61*Zielnummer**15# | ##61# |
| Sie telefonieren gerade (besetzt) | **67*Zielnummer# | ##67# |
| Sie haben kein Netz — Keller, Dachboden, Heizraum | **62*Zielnummer# | ##62# |
Auch hier gilt: Sie tragen Ihre Zielnummer in internationaler Schreibweise ein — mit 0043 am Anfang statt der führenden 0, genau wie beim Sammelcode oben.
Die Umleitung „immer“ ist für die meisten Betriebe zu radikal: Ihr Handy klingelt dann gar nicht mehr. Sinnvoll ist die Kombination aus den unteren drei — Ihr Handy klingelt wie gewohnt, und die Weiterleitung springt nur ein, wenn Sie nicht können. Sie müssen dafür aber nicht drei Codes nacheinander eintippen: **004*0043…**15# setzt genau diese drei in einem Zug.
Wichtig ist vor allem der dritte Fall. „Kein Netz“ klingt nach Ausnahme, ist im Handwerk aber Alltag: im Keller, am Dachboden, im Heizraum. Wer nur „Sie heben nicht ab“ einstellt, ist genau dort nicht umgeleitet — das Netz sieht kein läutendes Handy, das niemand abhebt, sondern gar kein erreichbares Handy.
Übrigens: Bei DienstBot, dem KI-Telefonassistenten für Handwerksbetriebe, bekommen Sie genau diesen Code fertig mit Ihrer Assistenten-Nummer eingesetzt angezeigt — zum direkten Abtippen.
Hat es funktioniert? Verlassen Sie sich nicht auf die Bestätigung am Display — die zeigt nur, dass das Netz den Code angenommen hat, nicht, dass die Weiterleitung im Ernstfall tatsächlich greift. Rufen Sie sich stattdessen von einem anderen Telefon an und heben Sie nicht ab. Warten Sie, bis DienstBot abhebt.
Die 20 Sekunden, an denen Anrufe verloren gehen
Bei der Umleitung „Sie heben nicht ab“ steckt ein Detail, das viele übersehen: Ohne eigene Einstellung lässt das Netz Ihr Handy in der Regel rund 20 Sekunden läuten, bevor es weiterleitet. Das klingt kurz, ist aber lang, wenn man mit einem Wasserschaden in der Leitung hängt — viele Anrufer legen vorher auf, und dann leitet auch die beste Umleitung nichts mehr weiter.
Genau dafür ist das **15 am Ende des Codes da: Es setzt die Wartezeit auf 15 Sekunden. Der Wert lässt sich zwischen 5 und 30 Sekunden in 5er-Schritten wählen — **004*0043…**10# wartet also 10 Sekunden. 15 Sekunden sind ein guter Mittelweg: genug Zeit, um selbst abzuheben, wenn das Handy in Reichweite liegt, aber kurz genug, dass der Anrufer nicht aufgibt.
Weitergeleitete Anrufe erscheinen auf Ihrem Handy als „verpasst“ — das ist normal und heißt nicht, dass der Anruf verloren ist; er wurde ja am Ziel angenommen.
Und wenn Sie alles auf einmal loswerden wollen: ##002# schaltet sämtliche Umleitungen mit einem einzigen Code ab — die bedingten genauso wie eine „immer“-Umleitung, die vielleicht noch von früher auf Ihrem Handy liegt. Sie riskieren also nichts — jeder Handgriff ist in Sekunden rückgängig gemacht.
Nimmt Ihr Handy einen Code partout nicht an, geht es auch ohne: Alle drei österreichischen Netzbetreiber lassen die Rufumleitung in ihrer eigenen App und im Kundenbereich einstellen — A1, Magenta, Drei. Das Ergebnis ist dasselbe wie mit dem Code.
Häufige Fragen
Kostet eine Rufumleitung etwas?
Das hängt vom Tarif ab. Technisch behandelt das Netz den weitergeleiteten Abschnitt wie einen abgehenden Anruf von Ihrem Handy; bei vielen österreichischen Tarifen mit Inklusivminuten ist eine Weiterleitung auf eine österreichische Nummer damit abgedeckt. Verlassen Sie sich aber nicht darauf — ein kurzer Blick in die Tarifbeschreibung oder eine Frage an Ihren Anbieter schafft Klarheit.
Funktioniert das auch mit meiner Festnetznummer?
Die hier gezeigten Codes sind für Mobilnummern gedacht. Festnetz- und Internettelefonie-Anbieter bieten Rufumleitungen ebenfalls an, aber meist über das Kundenportal oder die Telefonanlage statt über GSM-Codes. Fragen Sie dort direkt nach „Rufweiterleitung bei Nichtmelden“.
Sehe ich noch, wer angerufen hat?
Ja. Weitergeleitete Anrufe scheinen bei Ihnen als verpasste Anrufe auf, inklusive Nummer des Anrufers. Wer den Anruf am Ziel entgegengenommen hat, sieht die Anrufernummer ebenfalls.
Muss ich beim Anbieter etwas beantragen?
Nein. Die Rufumleitung ist bei praktisch allen Tarifen von Haus aus freigeschaltet — Code eintippen, Anruftaste drücken, mehr ist administrativ nicht nötig. Ob die Weiterleitung danach auch tatsächlich so funktioniert, wie Sie es eingestellt haben, zeigt der Test weiter oben im Artikel, nicht die Bestätigung am Display. Sollte ein Code wider Erwarten nicht angenommen werden, hilft die Hotline Ihres Anbieters weiter.
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